MILTITZ AROMATICS GmbH

Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, Areal B-Ost

Riechstoffstraße 1, 06803 Bitterfeld-Wolfen

GF: Dr. Stefan Müller

Tel. (03493) 7 61 55 · Fax (03493) 7 61 56

Informationen der Öffentlichkeit gem. § 8a der 12. BImSchV (Störfallverordnung)

Aktuelle Informationen zur Gefahrenabwehr

-Keine-

Informationen zu Betriebsbereichen der unteren und oberen Klasse

Die Miltitz Aromatics GmbH stellt Feinchemikalien her, insbesondere Riech- und Aromastoffe und deren Zwischenprodukte. Zum Betriebsbereich im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, Areal B-Ost gehören oberirdische Tanklager, ein Gefahrstofflager für brennbare Flüssigkeiten sowie größere Lagerbereiche für Feststoffe und Flüssigkeiten. Daneben gibt es drei multifunktionale Produktionsbereiche, zwei davon in Außenanlagen.

Die Miltitz Aromatics GmbH unterliegt insbesondere aufgrund des Umgangs mit größeren Mengen Isopren der unteren Klasse der Störfall-Verordnung. Isopren ist ein chemischer Grundbaustein der Natur, worauf sowohl viele Riechstoffe, die menschlichen Hormone, als auch z.B. Synthesekautschuk beruht. Es wird von Pflanzen in sehr großem Umfang in die Atmosphäre abgegeben. Isopren findet im täglichen Umfeld z.B. Verwendung in Nippeln für Baby-Flaschen, Spielzeugen, medizinischen und pharmazeutischen Produkten, Schuhsohlen, Reifen, aber auch in Riechstoffen. Isopren ist eine farblose, hochentzündliche und schnell verflüchtigende Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch, deren Dämpfe mit der Luft explosive Gemische bilden können. Von dem Stoff gehen akute und chronische Gesundheits- und Umweltgefahren bei starker, länger andauernder Exposition aus. Isopren ist gesundheitsschädlich, wenn es eingeatmet oder durch die Haut absorbiert wird. Ansonsten kann es bei Kontakt Atemwegs-, Haut- bzw. Augenreizungen verursachen. Die Inhalation ruft Husten, Übelkeit, Brennen und flachen Atem hervor.

Das Isopren-Tanklager sowie die überdachten Lagerbereiche sind mit halbstationären Löscheinrichtungen ausgerüstet. Zur frühzeitigen Erkennung von Stoffaustritten und zur Alarmierung sind die Produktionsanlagen mit automatischen Brandmeldern, die direkt auf die Leitstelle der Securitas aufgeschalten sind, ausgerüstet. Zudem verfügt jeder Produktionsmitarbeiter über einen mobilen Melder.

Die Anlagen sind nach BImSchG genehmigt und entsprechen den Sicherheitsanforderungen. Die letzte Vor-Ort-Besichtigung der Anlage nach der Industrieemissions-Richtlinie fand am 20.07.2018 statt.

Überwachungsbericht des Landesverwaltungsamtes (externer Link)

Die letzte sachverständige Störfallkontrolle fand am 02.10.2019 statt.

Insbesondere bei der (präventiven) Gefahrenabwehr arbeitet die Miltitz Aromatics GmbH eng mit der Werkfeuerwehr der Securitas zusammen, die technisch und personell sowie durch regelmäßige gemeinsame Übungen auf entsprechende Einsätze vorbereitet ist. Bedingt durch das Alarmierungssystem sowie die Nähe zur Feuerwache wird dabei eine zeitlich sowie sachlich optimale Gefahrenabwehr gewährleistet. Die Miltitz Aromatics GmbH verfügt über ein Notfallmanagement sowie einen regelmäßig aktualisierten Alarm- und Gefahrenabwehrplan. Darin sind die notwendigen Maßnahmen zur Begrenzung von ungeplanten Ereignissen und zur Warnung der Beschäftigten festgelegt. Der betriebliche Gefahrenabwehrplan und die Notfallpläne sind mit der Werkfeuerwehr der Securitas sowie den kommunalen Behörden des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst abgestimmt.

Weitere Auskünfte und Informationen entnehmen Sie bitte der Störfall-Broschüre des Chemieparks (externer Link). Gern können Sie auch direkt Kontakt mit uns aufnehmen.

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