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13. Januar 2016

Grünes Synthesegas für gute Düfte!

Dieses Ziel hat sich eine Gruppe von Wissenschaftlern und Forschern aus mittelständischen Wirtschaftsunternehmen gesetzt. Die Kooperation des Leibniz Instituts für Katalyse e.V., der DBI – Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg und der Miltitz Aromatics GmbH, die unterstützt werden von der MAHLER AGS GmbH sowie der ChemiePark Bitterfeld-Wolfen GmbH erarbeitet innerhalb von 12 Monaten eine Machbarkeitsstudie für die dezentralen und wirtschaftlichen Herstellungs- und Anwendungsmöglichkeiten grünen Synthesegases im ChemiePark Bitterfeld-Wolfen.

Für die Herstellung einer Vielzahl von Riechstoffen ist Synthesegas, eine Mischung aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid, erforderlich. Die aktuelle Herstellung des Synthesegases erfolgt zumeist aus fossilen Rohstoffen an zentralen Verbundstandorten. Für Anwendungen außerhalb dieser Standorte ist ein teurer und nicht ungefährlicher Transport über die Straße bzw. Schiene erforderlich. Das im Rahmen des Programmes Zwanzig20-Partnerschaft für Innovationen, innerhalb des HYPOS-Konsortiums, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt, kombiniert zwei Ansätze, die von großer Nachhaltigkeit geprägt sind. Einerseits soll Wasserstoff, der aus regenerativer Energie erzeugt wurde, andererseits biogenes Kohlendioxid, das aus dem Abgasstrom der naheliegenden Kläranlage gewonnen wird, eingesetzt werden. Um die für die Wirtschaftlichkeit dezentraler Anlagen entscheidenden Investitionskosten gering zu halten, wird das Optimum notwendiger Gasereinigung anhand orientierender Synthesen der finalen Riechstoffe durchgeführt. Am Ende der Machbarkeitsstudie steht die Entscheidung, ob die fortschrittlichen Ideen in eine Pilotanlage umgesetzt und damit erste wirtschaftliche Anwendungen in der chemischen Industrie für grünen Wasserstoff und biogenes Kohlendioxid eröffnet werden.